Natalia Brilli
Nach ihrem Studium an der renommierten Brüssler Hochschule der Bildenden Künste, La Cambre, galt Natalia Brillis ganzes Interesse zunächst der Szenografie. Sowohl fürs Theater als auch in der Mode tätig, entwarf die gebürtige Belgierin nicht nur Bühnenbilder und Kostüme sondern arbeitete bereits auch eng mit mehreren renommierten Modedesignern zusammen. Als sie jedoch 2003 am Pariser Institut Français de la Mode angenommen wurde, widmete sie fortan ihre gesamte Aufmerksamkeit dem modischen Accessoire. Sie begann 2004 unter eigenem Namen Schmuckkollektionen zu entwerfen und wurde dafür bereits 2006 mit dem ANDAM-Preis der französischen Association Nationale pour le Développement des Arts de la Mode geehrt. Seit ihrer ersten Kollektion gibt es bestimmte Charakteristika, die jede einzelne Kreation unmissverständlich als eine der ihren erkennbar machen: übergroße Perlenketten in einer oder mehreren Lagen, verziert mit übertriebenen Bögen und traditionellen Kameen und zudem sorgfältig umhüllt mit allerfeinstem Leder. Unter Verwendung klassischer Symboliken und Codes besitzen diese Schmuckstücke eine flüchtige Präsenz, sind zwar monochrom aber dennoch schwerelos und in ihrer Essenz frei von unnützem Tand. Diese einzigartige Herangehensweise weitet Natalia Brilli beliebig auf andere Objekte aus: Armbänder, Anhänger, Handtaschen aber auch eher zweckmäßige Gegenstände, wie Skateboards, Kopfhörer oder Laptoptaschen werden bei ihr zu modischen Accessoires. Ihre Farbpalette, die sich anfangs auf schwarz, grün und violett beschränkte, umfasst inzwischen auch Pastelltöne.
