Julia Menthel
Julia Menthel kam über die Mode zum Schmuck. Sie studierte Modedesign in Florenz und New York, arbeitete anschließend drei Jahre lang als Accessoire-Designerin für Anne Klein und war dann für die Schmuckabteilungen von Thommy Hilfiger und Calvin Klein in beratender Funktion tätig. Einem Master an der Londoner Central Saint Martins und der anschließenden Rückkehr in ihre Heimatstadt Berlin folgte 2005 die Lancierung ihrer eigenen, selbstbetitelten Schmuckkollektion. Aus Edelstahlgliedern bestehendes Netz, das aussieht, als könne man aus ihm Kettenhemden fertigen, ist dabei eines ihrer Lieblingsmaterialien. Was ihr daran gefällt, ist der harte, industrielle Look den sie in ihrem Schmuck gern mit der haptischen Qualität eines fließenden Stoffes kombiniert.
Im Zusammenspiel mit traditionellen, femininen Schmuckelementen wie japanischen Akoya-Perlen oder Federn, entsteht schließlich der für die Berliner Designerin typische Look. Sie selbst sagt über ihre Arbeiten, dass sie für Frauen gemacht sind, die eigentlich gar keinen Schmuck tragen, und wenn doch, dann nur ein einzelnes, besonderes Teil anlegen. Wenn dieses dann so kräftig ist wie die von Julia Menthel entworfenen Schmuckstücke, reicht das auch vollkommen aus.
